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besprochen:
| 1. Thema: |
Als Tourist in Minsk |
--{ Zitat Anfang }--
der Heidjer postete
Immo, wie waer es denn mit Frauen aus Polen ?...
--{ Zitat Ende }--
Nun jage Immo doch nicht durch halb Europa. Bald sind alle Staaten durch und er hat alle Discos gesehen. Immerhin...:D
Obwohl ... polnische Frauen sind interessant! |
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| 2. Thema: |
Visum Belarus |
--{ Zitat Anfang }--
er_sucht_sie (Heinz We.) postete
Hi Leute
Hab ne Frage
Brauche ich um nach belarus einzureisen ein Visum oder genuegt der Reisepass?
Ueber Hilfe waere ich sehr dankbar
--{ Zitat Ende }--
Hallo Heinz,
hattest Du nicht schonmal diesbezueglich gefragt?
http://www.interfriendship.de/forum/showtopic.php?threadid=9502
Viusm brauchst Du auf jeden Fall, nur mit Reisepass kommst Du nicht weit.
Frauen aus Russland und Frauen aus Osteuropa benötigen Visum! Polnische Frauen jedoch nicht, da haben es die Frauen aus Polen besser!
Entweder wie Stefan in dem anderem Thread geschrieben hat direkt
ueber die Belarus Botschaft (kann dir aber nicht sagen, wie es dann da mit
der Einladung aussieht, vielleicht brauchst Du vorher eine Hotel-Reservierung?)
oder ueber einen Visa-Service wie ich geschrieben habe (die machen das auch
mit der Einladung soweit ich noch richtig informiert bin).
Viel Erfolg und gute Reise! |
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| 4. Thema: |
Frau mit Kind(ern) |
--{ Zitat Anfang }--
klecker postete
Eigentlich sollte er spaeter nach Deutschland kommen, aber ich habe kurzentschlossen seinen Flug umgebucht. :D
klecker
--{ Zitat Ende }--
Wenn ich mal Probleme mit dem Umbuchen von Fluegen für polnische Frauen habe, weis ich an wen ich mich zu wenden habe.:D:D:D |
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| 5. Thema: |
Putin, der Stalinist |
Russlands Schulen - Stalin als Vater des Sieges
Statt historischer Wahrheit gibt es in Russlands Schulen Stolz aufs Vaterland - und auf Praesident Putin.
VON FLORIAN HASSEL (FR)
http://www.fr-online.de/_img/_cnt/_hermes/071107_wibi_schueler_dpa.jpg
Geschichte, wie sie wirklich war: Ein rarer Stoff an russischen Schulen. (dpa)
Es ist ein Projekt, fast so gross wie das Imperium. Seit Monaten hat der Historiker Igor Dolutzkij auf und neben dem winzigen Schreibtisch in seiner Moskauer Wohnung Schulbuecher aus achtzehn Laendern gestapelt. Die Buecher aus Armenien, Estland oder Aserbaidschan gibt es zu Dolutzkijs Erleichterung auch auf Russisch. Fuer die Werke aus Deutschland und Schweden, Polen, der Tuerkei oder dem Iran freilich muessen erst Uebersetzer ans Werk.
Das Ziel des Historikers: zu vergleichen, was Russlands Nachbarn, Freunde oder Feinde ihren Kindern ueber die Ausbreitung des russischen Imperiums und andere kritische Ereignisse der gemeinsamen Geschichte mit Russland beibringen - und was die Russen selbst. "In russischen Lehrbuechern steht meist, dass alle Laender, die irgendwann zum russischen oder sowjetischen Imperium gehoerten, freiwillig beigetreten sind", erzaehlt Dolutzkij. "Tatsaechlich wurden fast alle mit Gewalt erobert. In unserer Geschichtsschreibung gibt es viele Mythen. Deshalb ist es so wichtig, die andere Seite zu praesentieren."
Auch die Initiatorin des Projektes weiss, wie weit Mythos und historische Realitaet oft auseinanderklaffen. Fuer ihre Doktorarbeit ging Irina Jasina, die das Schulbuch-Projekt fuer die Moskauer Stiftung Liberales Russland betreut, einst nach Warschau. Dort wunderte sie sich ueber die reservierte Haltung vieler Polen. Als ihre polnische Gastgeberin am Kuechentisch erzaehlte, dass Hitler und Stalin Polen unter sich aufgeteilt hatten und dass Stalin im Zweiten Weltkrieg bei Katyn 5000 polnische Offiziere ermorden liess, "fiel ich aus allen Wolken", erinnert sich Jasina, Tochter des ehemaligen Wirtschaftsministers Jewgenij Jasin. "Ich komme aus einer gebildeten Familie, aber ich hatte uns Russen und Sowjets immer fuer Befreier gehalten, wie ich es in der Schule gelernt hatte."
Das von ihm vor Jahren verfasste und immer wieder aktualisierte Geschichts-Lehrbuch wurde 2004 verboten - nachdem jahrelang Hunderttausende russischer Schueler damit unterrichtet wurden.
Stattdessen kommen wieder andere Lehrbuecher in Russlands Klassenzimmer - Buecher "mit 100 Prozent vaterlaendischem Inhalt", betonte Vize-Bildungsminister Isaak Kalina kurz vor Beginn des neuen Schuljahres. Schliesslich sei die Aufgabe der Schule nicht, "alle Aspekte jedweden historischen Ereignisses zu finden und zu analysieren", sondern die richtige Haltung der Schueler "zur Welt (…), zum Land, zum Staat zu formen". Schon wurde die Zahl der Verlage, die genehme Lehrbuecher vorlegen duerfen, auf ein Drittel reduziert, ruehmte Kalina. Bei Konferenzen und Pflichttreffen in Moskau und der Provinz werden Akademiker, Rektoren und Lehrer ermahnt, doch wieder den Stolz aufs Vaterland zu lehren - auch von Praesident Wladimir Putin persoenlich.
Fuer Igor Dolutzkij klingt dies wohl bekannt. Weil er als Student nicht die zahlreichen Luegen der sowjetischen Geschichtsschreibung akzeptierte, flog er von der Universitaet. Nach doch noch erfolgreich abgeschlossenem Studium legte er sich als Geschichtslehrer mit seinen Kollegen und dem KGB an.
Sechzehn Jahre sammelte Dolutzkij unterdrueckte Dokumente, las westliche Publikationen und schrieb unzaehlige Abende lang an seinem winzigen Wohnzimmertisch eine neue "Vaterlaendische Geschichte des 20. Jahrhunderts" - das erste russische Schulbuch, das auch die dunklen Seiten der Geschichte behandelte: die Millionen Mordopfer unter Lenin und Stalin, die militaerische Unfaehigkeit Stalins, die dunklen Seiten der sowjetischen Nachkriegsgesellschaft. Jahrelang kaempfte Dolutzkij erst gegen den sowjetischen, dann gegen den russischen Bildungsminister, bis sein Geschichtsbuch 1992 endlich erscheinen konnte.
Seitdem lernten Hunderttausende russischer Schulkinder auch nach Dolutzkijs Buch. Vor jeder neuen Auflage schrieb der Historiker sein Werk in die Gegenwart fort. Alle zwei Jahre passierte das Buch die Schulbuchkommission des Ministeriums. "Es war eine Uebergangsperiode, in der der Kommunismus abgetreten war und niemand wusste, was an seine Stelle treten sollte", erinnert sich Dolutzkij. "Endlich konnte ein Historiker das schreiben, was der Wissenschaft entsprach - und nicht der Ideologie."
Das aenderte sich, nachdem Wladimir Putin in den Kreml einzog und nach der Staerkung der eigenen Macht verstaerkt eine Ideologie fuer das wiedererstehende Russland einforderte. Im Herbst 2003 kamen auf der Moskauer Buchmesse ueberraschend Putins damaliger Stabschef und der Presse- und Propagandaminister an den Stand von Dolutzkijs Verlegerin - und forderten ein Exemplar von Dolutzkijs Buch. "Jetzt kriegen wir eine grosse Auflage", freute sich die Verlegerin. "Nein", antwortete Dolutzkij. "Jetzt kriegen wir grosse Probleme."
Wenige Monate spaeter praesentierte der Bildungsminister Dolutzkijs Buch als abschreckendes Beispiel fuer antirussische Geschichtsschreibung und befahl, die Empfehlung aufzuheben, ohne die kein Lehrbuch an einer staatlichen Schule verwendet werden darf. Von kremlgesteuerten Zeitungen und Fernsehsendern wurde Dolutzkij als Agent des Westens verunglimpft, der mit seinem Schulbuch die Geister russischer Schulkinder vergiften wolle.
Die Schulbuchkommission, die vor einer anstehenden Neuauflage von Dolutzkijs Buch ihren positiven Befund gerade erst erneuert hatte, fand auf einmal Dutzende Beanstandungen. Dolutzkijs Schilderung der sowjetischen Besatzung des Baltikum, die Erwaehnung der umfangreichen Hilfe der USA an die Rote Armee war nun wieder ebenso unerwuenscht wie die Beschreibung von Stalins Verfolgungswahn.
Dass Dolutzkij nicht nur ueber Sputnik-Start und Wirtschaftswachstum schrieb, sondern auch ueber Dissidenten oder den Afghanistan-Krieg, passte ebenso wenige zum neuen Stolz aufs Vaterland wie die Schilderung des Tschetschenienkrieges oder Dolutzkijs Aufgabe an die Schueler, sich selbst eine Meinung zu bilden, ob Putin Russland modernisiere oder ein autoritaeres Regime aufgebaut habe. Im Fruehjahr 2004 wurde Dolutzkijs Buch verboten.
Seitdem beschleunigt der Kreml die Rueckkehr zur loyalen Geschichtsdeutung. Allein in den vergangenen Monaten aetzte Putin selbst mehrmals gegen Historiker, die angeblich dem Diktat des Auslands folgten und Geschichtsbuecher schrieben, die einem "die Haare zu Berge stehen lassen". Stattdessen muessten Historiker "vor allem bei unseren jungen Buergern wieder das Gefuehl von Stolz auf ihr Land schaffen". Immerhin, freute sich Putin Mitte Oktober, gebe es hier "gewisse positive Fortschritte".
Fuer die sorgen Leute wie Alexander Filippow oder Pawel Danilin. Rechtzeitig zum russischen Schulbeginn am 1. September stellten die als Historiker zuvor nicht hervorgetretenen, unter Aufsicht von Kreml-Vize-Chef Wladislaw Surkow arbeitenden Autoren die "Neueste Geschichte Russlands 1945-2006" vor: Auf knapp 500 Seiten erklaert das Buch Russlands Geschichtslehrern, wie sie die Vergangenheit in Zukunft zu verstehen haben.
Zu feiern ist danach etwa "die Einheit des moralischen Geistes des sowjetischen Volkes" und die "Macht des gewaltigen, zentralisierten Staates" unter Diktator Stalin. Unter Stalin gab es zwar Repressionen, heisst es da, doch vor allem war er der "erfolgreichste Fuehrer der Sowjetunion", Vater des Sieges ueber Deutschland, Motor von Industrialisierung und Kulturrevolution und Schoepfer des "besten Bildungssystems der Welt". Auch ueber die Frage, wer Stalins Mission in der Gegenwart fortfuehrt, sollen die Geschichtslehrer ihre Schueler kuenftig nicht im Zweifel lassen: Wladimir Putin, "der Mann, mit dem praktisch jeder Russe seine Hoffnungen auf die Zukunft verbindet", der Mann, der "allen Schichten und Gruppen des russischen Volkes" politische Stabilitaet und ein besseres Leben gebracht habe, schreiben die Autoren.
Kritik an der Rueckkehr zur staatlich befohlenen Geschichtsfaelschung ist rar. Russlands unterbezahlte Lehrer hoffen vor allem darauf, dass der Staat endlich ihre miserablen Gehaelter von manchmal nur gut umgerechnet 100 Euro erhoeht. Der Historiker Jurij Afanasjew, langjaehriger Rektor der Moskauer Humanistischen Universitaet und einer der prominentesten Liberalen der Gorbatschow- und Jelzin-Zeit, protestierte als einziger Prominenter massiv - doch nur vor kleinem Publikum.
In der Wochenzeitung Nowaja Gaseta schrieb Afanasjew, die neue Geschichtsideologie helfe Putin zu kaschieren, dass er einen "Staat ohne Gewaltenteilung, ohne Wahlen und Gerichte, mit Faelschungen statt gesellschaftlicher Organisationen" und einer unproduktiven Rohstoffwirtschaft geschaffen habe; und zwar "mit einer ebenso verlogenen Ideologie wie zu Zeiten Stalins". Dass Stalin in den neuen, alten Geschichtsbuechern so positiv hervorgehoben wird, sei kein Wunder: Putin wolle seine Praesidentschaft damit in eine angeblich grandiose Tradition einschreiben und den Mythos schaffen, "dass wir die grosse Sache unserer Vaeter fortfuehren und zu Ende bringen".
Viele stellten Stalin jetzt "als effektiven Manager dar, der mit der Kollektivierung, Industrialisierung und dem Sieg im Zweiten Weltkrieg Gutes getan habe", kritisiert auch die Leiterin der Moskauer Helsinki-Gruppe fuer Menschenrechte, Ljudmila Alexejewa (80). Mit dieser "gefaehrlichen Schoenmalerei" wuerden Millionen unschuldiger Opfer des Regimes verhoehnt. Der russische Menschenrechtsbeauftragte Wladimir Lukin ist tief besorgt, dass einer der "schrecklichsten und gewissenlosesten Verbrecher des Landes auf den Sockel gehoben wird".
Bei einem Treffen mit Vertretern des Kremls, des Bildungsministeriums und den Autoren tadelte der Historiker Andrej Sacharow das Buch als "ernsten methodischen Fehlgriff: Hier wird Geschichte nach der staatlichen Devise betrachtet: Alles, was der Machtsicherung nuetzt, muss auch fuer das Volk gut sein", kritisiert der Direktor des Instituts fuer Russische Geschichte.
Angesichts des 90. Jahrestags der Oktoberrevolution, den tausende Kommunisten am 7. November feiern, verglichen fuehrende Oppositionelle die Situation in Russland mit der von 1917. "Wie damals unter dem Zaren ist das Parlament heute wieder ohne Rechte", sagte der Kremlkritiker und Ex-Schachweltmeister Garri Kasparow. Hinzu kaemen Korruption, Buerokratie, das Fehlen innerer Mechanismen fuer eine Modernisierung des Landes und politische Einoede, meinte der Chef der Oppositionspartei Jabloko, Grigori Jawlinski.
Irina Jasina ist froh, dass ihre Tochter Barbara die Schule schon vor zwei Jahren beendet hat - mit Lehrbuechern der Jelzin-Zeit. "In Zukunft muessen sich Eltern wieder zu Sowjetzeiten mit ihren Kindern an den Kuechentisch setzen und ihnen erklaeren, was die Schule lehrt - und wie es in Wirklichkeit war."
http://www.fr-online.de/_img/_cnt/_hermes/071107_wibi_igor_fr.jpg
Igor Dolutzkij recherchierte jahrelang fuer sein Lehrbuch. (FR)
Der Diktator
Josef Stalin war seit 1922 Generalsekretaer der Kommunistischen Partei und agierte bis zu seinem Tod im Jahr 1953 als Alleinherrscher der Sowjetunion. Er steht nach einer Umfrage des regierungsnahen Meinungsforschungsinstituts WZIOM bei vielen Russen weiter hoch im Kurs.
Fast die Haelfte der Kommunisten - zweitstaerkste Kraft im Parlament - traeumt von einem "neuen Stalin". In der nationalistisch gepraegten Liberaldemokratischen Partei des Populisten Wladimir Schirinowski sind das 23 Prozent und in der Kremlpartei Geeintes Russland noch 14 Prozent. Nur 40 Prozent aller Befragten lehnten die Rueckkehr in den Stalinismus kategorisch ab.
Menschenrechtsorganisationen gedenken in diesem Jahr der Millionen Opfer Stalins vor 70 Jahren. Stalins Terrorregime werden viele Millionen Tote zur Last gelegt. Auch Putin distanzierte sich von den Graeueltaten. Allerdings warfen Kritiker dem frueheren Geheimdienstchef vor, sich nicht entschieden genug fuer eine oeffentliche Verurteilung der Verbrechen einzusetzen. Noch immer gibt es kein Erinnerungs- und Forschungszentrum fuer die Opfer des Stalinterrors. |
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