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Das Thema Ost wird in diesen Beiträgen
besprochen:
| 1. Thema: |
Welche Handykarte ist guenstig??? |
Hallo, ich weiss zwar nicht genau, ob ich hier genau richtig bin, aber ihr wisst zumindest mehr als ich. Daher meine Frage: mein " Ost-Westkontakt " kann mich per sms nicht erreichen und ich Sie auch nicht. Mein Provider ist Congstar also D 1 Netz. Weiss einer von euch Bescheid und kann mir helfen?
Richard |
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| 2. Thema: |
Vanessa Winship - Schwarzes Meer |
Ein Traum von Meer VON THOMAS WOLFF (FR)
Am Tag, als das Schwarze Meer nach ihr schnappte, haette die Fotografin vielleicht besser mal einen Tag Pause einlegen sollen. Aber Vanessa Winship wollte auch die wilde Seite des Meeres kennenlernen. Und so stemmte sie sich an der Promenade eines tuerkischen Hafenstaedtchens gegen den Sturm, gegen die Gischt, nahm mit ihrer Kamera das graue Wueten des Wassers auf. Bis sie schliesslich doch Schutz suchte hinter einer hohen Mauer. Vergeblich: Als der naechste Brecher an die Kueste krachte, spritzte es sogar ueber die Mauerbruestung. "Als ob mir das Meer auf die Schulter tippen wollte, um zu sagen: Vergiss nicht, wie maechtig ich bin", erzaehlt sie.
Das Schwarze Meer als grimmiges, dunkles Wesen: Solche Assoziationen benutzt die britische, heute meist in Istanbul lebende Fotografin (Jahrgang 1960) gern. "All die Mythen, die Legenden ueber das Schwarze Meer" waren es schliesslich, die die vormalige Balkan-Kriegsreporterin dazu brachten, einen Auftrag der Hamburger Zeitschrift mare anzunehmen, dessen Umfang kaum zu ermessen war: das Leben an der Schwarzmeerkueste festzuhalten. Sechs Laender, 4157 Kilometer Kuestenlaenge; eine Riesenregion zwischen Aufbruch zu wirtschaftlicher Groesse (wie die designierte Olympiastadt Sotschi in Russland) und postkommunistischer Lethargie.
Es ist eher letztere Stimmung, die Vanessa Winship waehrend der vielen Monate ihrer Reisen gesucht und im Bild eingefangen hat. Fuer sie sind die Kuestenstriche am Schwarzen Meer eher "backwater" - stilles, truebes Hinterland. Verschlafene, halb verfallene Orte, die sie in ein milchiges Licht tauchte, halb Traumwelt, halb nostalgischer Bilderbogen. Das diffuse Licht ihrer Heimat hat da wohl etwas abgefaerbt: Winship wuchs in Lincolnshire, England, auf, "in einem Haus hoch ueber dem Meer". Kann sein, sagt sie im Gespraech, "dass ich das sanfte, graue Licht von dort ans Schwarze Meer transportiert habe".
So schimmert in ihren Alltagsbildern oft etwas von jenen Legenden durch, die sie vor ihrer Reise studiert hat. "Ich wollte mit einer Art Fantasie spielen, etwas erwecken, das irreal wirkt, aber doch ganz real ist." Wie jene naechtliche Seefahrt mit tuerkischen Fischern, zusammengedraengt in pechschwarzer, bewegter See - "ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich da einliess, klammerte mich andauernd an alle moeglichen Seile und versuchte, irgendetwas mit der Kamera scharf zu bekommen". Zum Beispiel den Moment, wo die Fischer in gespannter Erwartung auf das Netz blicken, das ueber ihren Koepfen eingeholt wird, nicht wissend, ob sich die Fahrt - der Fang, das Risiko - diesmal gelohnt hat. Es hat: Die Laderaeume waren am Morgen voller Sardellen; und die Fotografin hatte spannungsvolle Momente draussen auf See eingefangen. Jason und die Argonauten koennen nicht weniger erschoepft gewesen sein bei ihrer Suche nach dem Goldenen Vlies.
Oder die Begegnung mit einem Akkordeonspieler am Strand des ukrainischen Arbeiter-Badeortes Losanowka. Den halben Tag lang war Winship mit diesem "seltsamen Mann" am Strand umhergestromert, als er auf vier ebenso seltsame Grazien traf: eine Gruppe ueberschwaenglicher Frauen, die ihn herbeiriefen, die mit dem stillen Mann scherzten und spielten - "komm, komm, spiel' fuer uns. Da schloss er seine Augen und verlor sich in der Melodie."
Aber es gab auch grelle Momente. Wie den Tag am Strand von Adler, einem russischen Grenzort nahe der abtruennigen Region Abchasien. Von dem brodelnden Militaerkonflikt ist zwar nichts zu spueren, aber eine hitzige, beklemmende Atmosphaere geht von diesen Bildern aus. "Die Badegaeste mussten viele Gleise ueberqueren und durch Tunnel gehen, bis sie ueberhaupt ans Wasser kamen", erinnert sich Winship, "es schien aber niemandem etwas auszumachen." Klar, dass sich auf dem langen Weg durch die industrielle Tristesse fliegende Haendler und sogar Frisoere breit gemacht hatten. Alles festgehalten im harten Scheinwerferlicht der untergehenden Sonne, ein absurdes Theater vor einer surrealen Naturkulisse.
Nach fast zehn Jahren des Reisens um das Schwarze Meer widmet sich Winship nun wieder anderen Ansichten. Zurzeit recherchiert sie in Ost-Anatolien, nimmt Portraets tuerkischer Schulmaedchen auf. Damit ist auch die Zeit ihres "maeandernden Umherwanderns" vorbei, entlang der lang gestreckten tuerkischen Kuestenlinie ueber Georgien, Russland, die Krim, die Ukraine, Rumaenien und Bulgarien zurueck nach Istanbul. Eine Zeit der Stille und der Schoenheit, die, wie sie sagt, einzigartig ist - ihre Bilder geben mehr als eine Ahnung davon.
Vanessa Winship Schwarzes Meer, mare/dreiviertel verlag, 136 Seiten, 49 Euro
http://www.fr-online.de/_img/_cnt/_online/071119_1417_mare_russia.jpg
Russland, Tuapse: Eine Mutter mit ihrem Kind auf dem Bahnhof der Touristenstadt. (mare Verlag)
http://www.fr-online.de/_img/_cnt/_online/071119_1440_mare_georgia.jpg
Georgien, Batumi: Junge Volkstaenzerinnen warten auf ihren Auftritt. (mare Verlag)
http://www.fr-online.de/_img/_cnt/_online/071119_1441_mare_turkey.jpg
Tuerkei, Istanbul: Die Maedchen streichelten zaertlich das Abbild dieses feminien Mannes. Eine erste zaghafte, oeffentliche Geste der Liebe. (mare Verlag)
http://www.fr-online.de/_img/_cnt/_online/071119_1441_mare_turkey1.jpg
Tuerkei, Istanbul: Das monumentale Abbild von Staatsgruender Mustafa Kemal Atatuerk im Haus der Schifffahrtsbehoerde wirbt fuer die "Woche der tuerkischen Marine". (mare Verlag)
http://www.fr-online.de/_img/_cnt/_online/071119_1442_mare_ukraine.jpg
Ukraine, Odessa: Junge Frauen bei Feierlichkeiten anlaesslich des "Tages der Verfassung". (mare Verlag)
http://www.fr-online.de/_img/_cnt/_online/071119_1442_mare_ukraine2.jpg
Ukraine, Feodossija: Einsamkeit am Meer. (mare Verlag)
Hier, wo der Don ins Asowsche Meer muendet, wo die Pferde der Goldenen Horde vor den Wellen scheuten, hier, wo die Welt der alten Griechen und auch noch der Genuesen und Venezianer endete und die Karawanen eintrafen, die von China aus Eurasien durchquerten, hier liegt der Grundstein fuer einen Grossteil von Europas Reichtum. Aus China, Indien und Persien kamen Porzellan und Seide und Gewuerze, Schmuck aus Gold und starke Sklaven; die Haendler vom Mittelmeer zahlten mit Weinen, Tuchen und Keramik, und ihre Muenzen verbreiteten den Zauber des Geldes bis tief nach Asien. Hier entstand der Ueberfluss, den es braucht, um die Palaeste am Canal Grande zu erbauen. (mare Verlag) |
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| 3. Thema: |
Speditionen Ost-West |
Wenn denn genug Ladung fuer einen 20' Container vorhanden ist, dann ist Container und Bahn die preiswerteste Loesung. Versuche nie mit einem rusischen Spediteur vor Ort zu verhandeln. Die verwechseln ihre Kunden immer mit Weihnachtsgaensen.:)
Ein Container kostet so um die 3.000 EUR. Melde Dich, wenn Du soweit bist. Ich habe da Verbindungen.
Gruss
Uwe |
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| 4. Thema: |
Speditionen Ost-West |
Hallo again,
vielen Dank fuer die Antworten. Da werde ich mich mal so langsam "durchkaempfen".
Fuer "Paul"- Uwe: Ich moechte von Stavropol aus die Moebel transportieren. Danke fuer den Hinweis mit dem Container, dann muss man gleich anders planen.
Beste Gruesse
Otto |
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| 5. Thema: |
Wir wollen unser Glueck festhalten ...unser Zusammenleben |
Das erste Kapitel Integration beginnt bei Zhannas Ankunft auf dem Flughafen in Frankfurt.
Es ist Dezember, fruehlingshaft warm, ein Bilderbuchwetter um die vorlaeufig vollzogene und vielleicht endgueltige Trennung von der Heimat in ferner Zukunft ertraeglicher zu gestalten. Der Schmelztiegel Flughafen Frankfurt mit seiner Quirligkeit und lauten Geraeuschkulisse erschlaegt Zhanna im wahrsten Sinne des Wortes. Wer den Flughafen Minsk kennt, der in freier Wildbahn gelegen mehr Ruhe ausstrahlt als der Wiener Zentralfriedhof, wird einschaetzen koennen wie Zhanna sich gefuehlt hat. Sie hat einige Hauptstaedte Ost- und Westeuropas besucht, ist nicht ganz unvorbereitet in ihr neues Umfeld eingetaucht, wenn sie auch nie mit dem Flieger gereist ist. Man nimmt in Belarus den Bus allenfalls die Eisenbahn, nur die Creme de la Creme kann sich ein Flugticket leisten.
Wenn man einmal von den etwas irritierenden Aktivitaeten der hiesigen Auslaenderbehoerde absieht - ich habe darueber berichtet - ist dem Beginn einer gemeinsamen Zukunft in Deutschland unter einem guten Stern nichts in den Weg gestellt.
Selbstverstaendlich habe ich mich in der ersten Woche von allen beruflichen und privaten Verpflichtungen frei gemacht. Jetzt hat erstmal meine Frau absolute Prioritaet. Ich erinnere mich sehr deutlich an ihre Worte und die nehme ich ernst: „ Bitte helfe mir wenn ich traurig bin und meine Heimat, Tochter, Eltern, Freundinnen und all das was meine Vergangenheit ausmacht vermisse.“ Wenn eine binationale Beziehung langfristig stabil und sich auf einem soliden Fundament entwickeln soll, dann ist zwingend erforderlich, dass allen Heimwehattacken ein Kontrastprogramm entgegen gestellt wird, sagt mir nuechtern mein Verstand. Jede starke Frau moechte sich auch einmal fallen lassen und an die Schulter ihres Partners anlehnen. Gerade starke und selbstbewusste Frauen brauchen die Aufmunterung, suchen auf Augenhoehe den Gedankenaustausch und die Bestaetigung als Mensch und besonders als Frau und Partner bei gegenseitigem Respekt.
Von dieser Einschaetzung habe ich mich bis heute leiten lassen. Es darf in den ersten Wochen und Monaten keine Langeweile aufkommen, keine Zeit zum Nachdenken. Zhanna muss so unter Strom und Anspannung stehen, dass sie - ueberspitzt formuliert - schlicht und einfach vergisst an Belarus und alles das was sie zurueckgelassen hat zu denken. Positiver Stress muss sie einschnueren. „ In mogilev I worked like a horse, now I have a good life „ , hat sie vor nicht all zu langer Zeit einmal erwaehnt. Bingo, ich glaube die schwierigen ersten Monate sind ueberwunden, fuer mich ohne erkennbare Momente der Schwermut und des Truebsinns.
Ich will nicht ausschliessen, dass sie nicht Phasen hatte in denen sie mit ein wenig Heimweh in die Vergangenheit blickt, mir sind diese dann aber verborgen geblieben.
Eigentlich haben wir nach landlaeufiger Meinung im Vorfeld alles falsch gemacht, sind ein hohes Risiko eingegangen mit der Entscheidung ab sofort gemeinsam die Tuecken und Wirren der Zukunft zu meistern. Erstens der Altersunterschied; gebetsmuehlenhaft haben viele
„ wohl gesonnene „ Zeitgenossen mich schlichtweg fuer nicht zurechnungsfaehig erklaert, die ein oder andere nette Bekannte mich mit hoch gezogenen Brauen indigniert auffaellig unauffaellig
abgestraft. Bedauerlicherweise habe ich darunter nie gelitten so scheint mir wird es registriert.
In der Tat, meine ersten Bedenken gelten ausschliesslich meinem gefuehlten Konditionsmangel trotz regelmaessiger aktiver sportlicher Betaetigungen. Auf vielen anderen Gebieten ist der empfundene Unterschied zwischen Zhanna und mir weitaus geringer. Ihr intellektueller Anspruch ist hoch, ihre mathematische Begabung, ihre Kombinationsfaehigkeit und ihr technisches Verstaendnis noetigt mir ein ums andere Mal Hochachtung ab. Schach spiele ich nicht mehr mit ihr, mein Ego ist arg strapaziert worden.
Zweitens: Wir sind uns seinerzeit schnell einig, dass Zhanna erst einmal fuer ein paar Tage
in ihr moeglicherweise neues Lebensumfeld kommt, sich vertraut macht und dann ueber eine gemeinsame Zukunft entscheidet. Ich habe mit vielen Tricks und Finten um ihr „ Ja „ gerungen. Eine Klippe z. B., die es zu umschiffen gilt ist der Verlust der Naehe zu ihrer Tochter Nata, in der Tat ein in langen Gespraechen ernst und verantwortungsvoll beleuchtetes Thema. Ich bin mir sehr schnell bewusst, dass hier die Entscheidung fuer oder gegen mich nicht unerheblich beeinflusst wird, unabhaengig davon, dass Nata durch ihre Nasenwahl
( der sieht aber suess aus…………..) einen wesentlichen Anteil an Zhannas Kontaktmail hatte.
Ich weiss auch, dass Nata wegen ihres Alters keine Chance auf Familiennachzug hat und wegen ihres Studiums ueberhaupt nicht daran zu denken ist.
Ich biete an jedes Jahr 3 bis 6 Monate Aufenthalt in Belarus - mit mir - , mache aber zur Bedingung, das der Winter ausgeschlossen ist. Mehr als - 20 Grad im Maerz 2006 haben mir gereicht. Natuerlich habe ich spekuliert, dass dieses Angebot nicht zum Tragen kommt. Es steht aber und ich haette es auch umgesetzt. Im ersten Jahr sind wir ganze 7 Tage in Belarus gewesen ………………………..
Dass ihr Besuch bei mir ins Wasser faellt ist anderen Ortes ausfuehrlich geschildert. Die Schusseligkeit der italienischen Botschaft hat keiner auf dem Radar.
Die Dramatik dieser Stunden und Tage ist wohl kaum zu ueberbieten. Wenn sie mir per Handy mitteilt, dass sie an der polnischen Grenze zurueckgewiesen wurde, erlebe ich sie - bisher das erste und letzte Mal ausser Fassung - . Und sie hat dennoch unser Vorhaben unbeirrt mit durchgezogen : zu heiraten und nach Deutschland zu kommen, dann eben mit vollem Risiko.
Sie manifestiert Staerke und einen festen Willen das einmal Beschlossene auch konsequent um zu setzen und gegen alle Unbilden durch zu druecken. Ich bin immer wieder ueberrascht wie selbstbewusst und fordernd sie an die selbst gesetzten Ziele herangeht und pragmatische Loesungen sucht und findet. Heute bin ich ueberzeugt russische Frauen haben allermeist, sie haben dann aber auch schon die 30 im Regelfall ueberschritten, ein ausgepraegtes Selbstwertgefuehl, wissen was sie wollen und wissen im besonderen, dass sie sich im Regelfall nicht auf maennliche Pendants verlassen koennen. Sie nehmen ihr Leben in die eigenen Haende , spinnen in einer Gesellschaft die auch in heutiger Zeit vielfach noch den Mangel verwaltet, ein weit verzweigtes Beziehungsgeflecht, das oftmals weit ueber das persoenliche Wohnumfeld hinaus geht. Und alle Anlaufstellen desselben sind an den Schaltstellen mit Geschlechtsgenossinnen besetzt, die entscheidende Garantie fuer reibungsloses Funktionieren im Ernstfall. |
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