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InterFriendship Board Tagebuch

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Das Thema Bulgarien wird in diesen Beiträgen besprochen:

1. Thema: Telefonflat
--{ Zitat Anfang }--
basti_84 (Basti K..) postete
Arcor geht auch. 6000er Leitung flat + Anruf flat + Osteuropa flat 45 pro Monat.
--{ Zitat Ende }--
@ Basti, die International-Flat 2 von Arcor ist prima, gilt aber nur fuer: Argentinien, Brasilien, Bulgarien, Chile, China, Estland, Georgien, Hongkong, Island, Israel, Japan, Kroatien, Malaysia, Neuseeland, Rumaenien, Russland, Singapur, Slowakei, Slowenien, Suedafrika, Taiwan, Tuerkei, Ungarn, Venezuela, Zypern.

Leider fehlt die Ukraine und wie immer Weissrussland. Da noch nicht einmal das Baltikum komplett beruecksichtigt ist (nur verguenstigter Minutenpreis) kann ich das Angebot nur eingeschraenkt empfehlen, auch wenn die Verbindungen stabil und von guter Qualitaet sind.

Wer ausschliesslich in ein bestimmtes Land telefoniert, was von dieser Tarifoption nicht abgedeckt wird, faehrt mit Arcor-International (1 Euro Mindestumsatz/ Laendervorwahl) bei gleichem Minutenpreis besser.

Gruss
Frank
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2. Thema: Vanessa Winship - Schwarzes Meer
Ein Traum von Meer VON THOMAS WOLFF (FR)
Am Tag, als das Schwarze Meer nach ihr schnappte, haette die Fotografin vielleicht besser mal einen Tag Pause einlegen sollen. Aber Vanessa Winship wollte auch die wilde Seite des Meeres kennenlernen. Und so stemmte sie sich an der Promenade eines tuerkischen Hafenstaedtchens gegen den Sturm, gegen die Gischt, nahm mit ihrer Kamera das graue Wueten des Wassers auf. Bis sie schliesslich doch Schutz suchte hinter einer hohen Mauer. Vergeblich: Als der naechste Brecher an die Kueste krachte, spritzte es sogar ueber die Mauerbruestung. "Als ob mir das Meer auf die Schulter tippen wollte, um zu sagen: Vergiss nicht, wie maechtig ich bin", erzaehlt sie.

Das Schwarze Meer als grimmiges, dunkles Wesen: Solche Assoziationen benutzt die britische, heute meist in Istanbul lebende Fotografin (Jahrgang 1960) gern. "All die Mythen, die Legenden ueber das Schwarze Meer" waren es schliesslich, die die vormalige Balkan-Kriegsreporterin dazu brachten, einen Auftrag der Hamburger Zeitschrift mare anzunehmen, dessen Umfang kaum zu ermessen war: das Leben an der Schwarzmeerkueste festzuhalten. Sechs Laender, 4157 Kilometer Kuestenlaenge; eine Riesenregion zwischen Aufbruch zu wirtschaftlicher Groesse (wie die designierte Olympiastadt Sotschi in Russland) und postkommunistischer Lethargie.

Es ist eher letztere Stimmung, die Vanessa Winship waehrend der vielen Monate ihrer Reisen gesucht und im Bild eingefangen hat. Fuer sie sind die Kuestenstriche am Schwarzen Meer eher "backwater" - stilles, truebes Hinterland. Verschlafene, halb verfallene Orte, die sie in ein milchiges Licht tauchte, halb Traumwelt, halb nostalgischer Bilderbogen. Das diffuse Licht ihrer Heimat hat da wohl etwas abgefaerbt: Winship wuchs in Lincolnshire, England, auf, "in einem Haus hoch ueber dem Meer". Kann sein, sagt sie im Gespraech, "dass ich das sanfte, graue Licht von dort ans Schwarze Meer transportiert habe".

So schimmert in ihren Alltagsbildern oft etwas von jenen Legenden durch, die sie vor ihrer Reise studiert hat. "Ich wollte mit einer Art Fantasie spielen, etwas erwecken, das irreal wirkt, aber doch ganz real ist." Wie jene naechtliche Seefahrt mit tuerkischen Fischern, zusammengedraengt in pechschwarzer, bewegter See - "ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich da einliess, klammerte mich andauernd an alle moeglichen Seile und versuchte, irgendetwas mit der Kamera scharf zu bekommen". Zum Beispiel den Moment, wo die Fischer in gespannter Erwartung auf das Netz blicken, das ueber ihren Koepfen eingeholt wird, nicht wissend, ob sich die Fahrt - der Fang, das Risiko - diesmal gelohnt hat. Es hat: Die Laderaeume waren am Morgen voller Sardellen; und die Fotografin hatte spannungsvolle Momente draussen auf See eingefangen. Jason und die Argonauten koennen nicht weniger erschoepft gewesen sein bei ihrer Suche nach dem Goldenen Vlies.

Oder die Begegnung mit einem Akkordeonspieler am Strand des ukrainischen Arbeiter-Badeortes Losanowka. Den halben Tag lang war Winship mit diesem "seltsamen Mann" am Strand umhergestromert, als er auf vier ebenso seltsame Grazien traf: eine Gruppe ueberschwaenglicher Frauen, die ihn herbeiriefen, die mit dem stillen Mann scherzten und spielten - "komm, komm, spiel' fuer uns. Da schloss er seine Augen und verlor sich in der Melodie."

Aber es gab auch grelle Momente. Wie den Tag am Strand von Adler, einem russischen Grenzort nahe der abtruennigen Region Abchasien. Von dem brodelnden Militaerkonflikt ist zwar nichts zu spueren, aber eine hitzige, beklemmende Atmosphaere geht von diesen Bildern aus. "Die Badegaeste mussten viele Gleise ueberqueren und durch Tunnel gehen, bis sie ueberhaupt ans Wasser kamen", erinnert sich Winship, "es schien aber niemandem etwas auszumachen." Klar, dass sich auf dem langen Weg durch die industrielle Tristesse fliegende Haendler und sogar Frisoere breit gemacht hatten. Alles festgehalten im harten Scheinwerferlicht der untergehenden Sonne, ein absurdes Theater vor einer surrealen Naturkulisse.

Nach fast zehn Jahren des Reisens um das Schwarze Meer widmet sich Winship nun wieder anderen Ansichten. Zurzeit recherchiert sie in Ost-Anatolien, nimmt Portraets tuerkischer Schulmaedchen auf. Damit ist auch die Zeit ihres "maeandernden Umherwanderns" vorbei, entlang der lang gestreckten tuerkischen Kuestenlinie ueber Georgien, Russland, die Krim, die Ukraine, Rumaenien und Bulgarien zurueck nach Istanbul. Eine Zeit der Stille und der Schoenheit, die, wie sie sagt, einzigartig ist - ihre Bilder geben mehr als eine Ahnung davon.

Vanessa Winship Schwarzes Meer, mare/dreiviertel verlag, 136 Seiten, 49 Euro


http://www.fr-online.de/_img/_cnt/_online/071119_1417_mare_russia.jpg
Russland, Tuapse: Eine Mutter mit ihrem Kind auf dem Bahnhof der Touristenstadt. (mare Verlag)

http://www.fr-online.de/_img/_cnt/_online/071119_1440_mare_georgia.jpg
Georgien, Batumi: Junge Volkstaenzerinnen warten auf ihren Auftritt. (mare Verlag)

http://www.fr-online.de/_img/_cnt/_online/071119_1441_mare_turkey.jpg
Tuerkei, Istanbul: Die Maedchen streichelten zaertlich das Abbild dieses feminien Mannes. Eine erste zaghafte, oeffentliche Geste der Liebe. (mare Verlag)

http://www.fr-online.de/_img/_cnt/_online/071119_1441_mare_turkey1.jpg
Tuerkei, Istanbul: Das monumentale Abbild von Staatsgruender Mustafa Kemal Atatuerk im Haus der Schifffahrtsbehoerde wirbt fuer die "Woche der tuerkischen Marine". (mare Verlag)

http://www.fr-online.de/_img/_cnt/_online/071119_1442_mare_ukraine.jpg
Ukraine, Odessa: Junge Frauen bei Feierlichkeiten anlaesslich des "Tages der Verfassung". (mare Verlag)

http://www.fr-online.de/_img/_cnt/_online/071119_1442_mare_ukraine2.jpg
Ukraine, Feodossija: Einsamkeit am Meer. (mare Verlag)

Hier, wo der Don ins Asowsche Meer muendet, wo die Pferde der Goldenen Horde vor den Wellen scheuten, hier, wo die Welt der alten Griechen und auch noch der Genuesen und Venezianer endete und die Karawanen eintrafen, die von China aus Eurasien durchquerten, hier liegt der Grundstein fuer einen Grossteil von Europas Reichtum. Aus China, Indien und Persien kamen Porzellan und Seide und Gewuerze, Schmuck aus Gold und starke Sklaven; die Haendler vom Mittelmeer zahlten mit Weinen, Tuchen und Keramik, und ihre Muenzen verbreiteten den Zauber des Geldes bis tief nach Asien. Hier entstand der Ueberfluss, den es braucht, um die Palaeste am Canal Grande zu erbauen. (mare Verlag)
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3. Thema: Neue Aufenthaltsbestimmungen in der Ukraine
Hier noch ein Bericht zu diesem Thema:
--{ Zitat Anfang }--
Neue Visa - Regelung der Ukraine

Seit dem 26. Juli 2007 gilt in der Ukraine eine neue Visa - Regelung fuer Auslaender aus der EU, ausgenommen Rumaenien und Bulgarien, der Schweiz, Liechtenstein, USA, Canada und Japan. Eine visafreie Einreise ist weiterhin moeglich, doch der Aufenthalt ist nun auf zweimal 90 Tage pro Jahr begrenzt worden. Fuer einen laengeren Aufenthalt ist nun ein entsprechendes Visum notwendig.

Da es zu einigen Irritationen gekommen ist und auch die Webseite der ukrainischen Botschaft bisher die Aenderung nicht naeher erklaert hat, hier eine Zusammenfassung der bisherigen und der zukuenftigen Praxis.

Am 11. Juli 2007 beschloss das ukrainische Ministerkabinett das Dekret Nr. 917, das Aenderungen bei der Einreise in die Ukraine, den Aufenthalt und die Ausreise aus der Ukraine fuer Auslaender und Staatenlose neu regelte. Das Dekret wurde am 18. Juli 2007 vom Justizministerium unter der Nummer 4051/2007 registriert und trat nach der Veroeffentlichung in der offiziellen Zeitschrift "Uryadovyy Kuryer" am 26. Juli 2007 in Kraft. Nach diesem Dekret aendert sich fuer die Buerger aus den Staaten, die bisher ohne Visum einreisen konnten, nun doch etwas.

Alte Regelung:

Bisher konnten die Buerger aus diesen Staaten sich bis zu 90 Tagen in der Ukraine aufhalten. Nach Ablauf der 90 Tage musste die Ausreise erfolgen, doch die Einreise konnte am naechsten Tag schon wieder stattfinden. Nach jeder Einreise galt die 90 - Tage Frist erneut und die Aufenthaltsdauer in der Ukraine war nicht begrenzt.

" Am 26. Juli 2005 wurde vom Staatspraesidenten der Ukraine V. Juschtschenko der Erlass ueber die Einfuehrung der visafreien Einreise in die Ukraine fuer Staatsbuerger der Europaeischen Union, der Schweizerischen Eidgenossenschaft und des Fuerstentums Liechtenstein unterzeichnet. Nach den Bestimmungen des Erlasses duerfen die Buerger der EU (ausgenommen Rumaenien und Bulgarien), der Schweiz sowie von Liechtenstein ab 1.September 2005 ohne Visum in die Ukraine mit den gueltigen Reisepaessen einreisen sowie zwecks Transitaufenthalte das Territorium der Ukraine durchqueren. Diese Regelung gilt fuer die Aufenthalte in der Ukraine bis zu 90 Tagen."

"Zugleich wird die visafreie Einreisebestimmung auf die Personen, die in die Ukraine zwecks Studiums, der Einwanderung, Erwerbstaetigkeit, Familienzusammenfuehrung oder Ausuebung einer Taetigkeit bei den diplomatischen Vertretungen und Konsularbehoerden der genannten Staaten in der Ukraine einreisen, nicht angewendet. Fuer die genannten Aufenthalte muss jedoch ein entsprechendes Visum beantragt werden." (Ukr. Botschaft in Deutschland)

Fuer den Eurovision Song Contest im Mai 2005 war eine Einreise ohne Visum durch ein Dekret des Praesidenten ermoeglicht worden, der dann in eine generelle Einreise ohne Visum umgewandelt wurde. Nach offiziellen Angaben zielte dieser Erlass darauf ab, das die Ukraine als touristisches Ziel attraktiver zu machen und die bilateralen Beziehungen mit den Mitgliedstaaten der Europaeischen Union und anderen Wirtschaftsnationen zu verbessern. Fuer die Einreise war aber eine Reisekrankenversicherung mit Gueltigkeit in der Ukraine (u.a. der AXA Krankenversicherung oder der Hansa Merkur Reiseversicherung AG) erforderlich, die aber nie ueberprueft wurde.

Neue Regelung:

Nach der neuen Regelung koennen die Auslaender aus den oben erwaehnten Staaten wie bisher ohne Visum einreisen und muessen das Land nach 90 Tagen wieder verlassen. Eine sofortige erneute Einreise ist jetzt nicht mehr moeglich, sondern erst wieder nach 90 Tagen. Das heisst, pro Jahr kann zweimal ohne Visum in die Ukraine eingereist werden und der Aufenthalt ist auf jeweils 90 Tage begrenzt. Wie schon erwaehnt war die alte Regelung fuer Touristen gedacht und weniger fuer Geschaeftsleute und Consultants, die diese Regelung aber fuer sich entsprechend genutzt haben, obwohl sie ein Visum benoetigt haetten. Diese Regelung gilt fuer alle Reisenden, die erst nach der Veroeffentlichung in die Ukraine einreisen. Diejenigen, die schon vorher eingereist sind, fuer die gilt weiterhin noch die alte Regelung, bis zu ihrer Ausreise.

Fuer diejenigen, die laenger in der Ukraine bleiben wollen, gibt es zwei Moeglichkeiten, entweder sie beantragen ein Geschaeftsvisum mit einer entsprechenden Gueltigkeitsdauer bei der ukrainischen Botschaft oder den ukrainischen Konsulaten in Deutschland oder ihren Heimatlaendern. Oder sie haben die Moeglichkeit, wenn sie als Firma in der Ukraine bereits registriert sind, sich beim Aussenministerium in Kiew das entsprechende Visum ausstellen zu lassen. Die Kosten dafuer sind in Kiew natuerlich geringer als bei den diplomatischen Vertretungen.

Wer als Firma noch nicht registriert ist, aber einen unterschriebenen Mietvertrag fuer eine Wohnung oder Apartment hat, kann diesen Vertrag bei "JAK (transletiert), der Wohnungsverwaltung an seinem Wohnsitz abstempeln lassen und damit zu "OVIR" gehen, dem ukrainischen Einwohnermeldeamt, und seine Aufenthaltsdauer um 90 Tage verlaengern lassen. Der Antrag muss spaetestens 3 Tage vor Ablauf des Frist gestellt werden. Fuer dieser Verlaengerung muss auch eine Versicherung bei der Ukrinmedstrakh in Hoehe von rund 180 UAH abgeschlossen werden. Die Kosten fuer die Aufenthaltsverlaengerung kostet dann etwa 70 UAH und wird nach den bisherigen Erfahrungen immer erteilt. Entsprechend der Dauer des Mietvertrages wird dann die Aufenthaltsgenehmigung immer wieder verlaengert.

Fuer die Touristen, fuer die diese visafreie Reiseerleichterung eigentlich gedacht war, aendert sich eigentlich nichts, sofern man nicht innerhalb eines Halbjahres die Ukraine zweimal besuchen will, und in diesem Fall muss dann ein Visum beantragt werden.
--{ Zitat Ende }--
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